Krise der Institutionen in Guatemala

Im letzten Jahr war ich als Menschenrechtsbegleiter in Guatemala[1]. Während meines Aufenthalts ist im öffentlichen Leben und in der politischen Landschaft etwas in Bewegung gekommen, was lange Zeit blockiert war. Die Jahre nach dem Friedensvertrag 1996 waren geprägt durch eine bleierne Schwere unter rechtsgerichteten Militärregimes mit fragwürdiger demokratischer Legitimation. Im Frühling 2015 entstand ausserhalb des Parteiensystems eine Protestbewegung, die wieder Hoffnung und Zuversicht in die politische Debatte gebracht hat. Von diesen Ereignissen will ich erzählen und ergründen, welche sozialen Kräfte die bestehenden Formen erhalten und stabilisieren und welche zu ihrer Auflösung und Erneuerung beitragen.
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[1] von Juli bis Oktober 2015 mit Peacewatch Switzerland und Acoguate.

Die mutigen Frauen von Sepur Zarco

Ein Urteil schreibt Geschichte: Zum ersten Mal in Guatemala werden Militärangehörige wegen sexueller Sklaverei verurteilt.

Peter Keimer

Das Gericht für Hochrisikofälle A in Guatemala Stadt hat am 26. Februar 2016 den Oberstleutnant Esteelmer Francisco Reyes Gíron zu 120 Jahren Gefängnis und den militärischen Kommisär Heriberto Valdez Asij zu 240 Jahren Gefängnis verurteilt. Das Gericht verurteilt sie wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, sexueller Gewalt, sexueller und häuslicher Sklaverei gegen elf Maja-Frauen, der Ermordung einer Mutter und zwei ihrer Töchter und des gewaltsamen Verschwindenlassens der Ehemänner der überlebenden Frauen. Weiterlesen

Lernerfahrungen

„Noch nie habe ich derart viel über ein anderes Land gelernt.“

Das Interview von Natascha Gerisch vom “Quavier”, der Zeitschrift der Quartiervertretung Stadtteil IV in Bern. Nummer 82, März 2016

Peace Watch Switzerland entsendet freiwillige Menschenrechtsbegleiter nach Zentralamerika. Peter Keimer ist einer von ihnen und erzählt von seinem dreimonatigen Einsatz in Guatemala.

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