Symphonie in Grün

Höhepunkt dieser Woche war eine Velotour von Macon nach Cluny und zurück. Mit der riesigen Klosterkirche hat zwar die Französische Revolution aufgeräumt, aber der ummauerte Klosterbezirk und das ausserhalb entstandene Städtchen ist gut erhalten und durchaus sehenswert. Mich hat die ganze Anlage an St.Gallen erinnert. Auch der Weg dorthin per Velo ist sehr schön auf einer stillgelegten Eisenbahnstrecke angelegt. Im Gegensatz dazu war Macon eine Enttäuschung: Keine sehr attraktive Stadt, dafür eine grosszügige und schöne Hafenanlage, aber drei Kilometer ausserhalb des Zentrums.

Der Weg von Pont-du-Vaux nach St.Germain-au-Mont auf der Saône war wunderschön, eine Symphonie in grün mit vielen naturnahen Ufern und Auenlandschaften und erstaunlich wenig Verkehr. Hier der Blick Saône-aufwärts von Trévaux aus, meinem heutigen Mittagshalt.

Trevoux

Ich habe diese Woche vom Burgund ins Beaujolais Gebiet gewechselt. Der Weinbau scheint der Gegend gut zu tun. Ich habe kaum aussterbende Dörfer gesehen so wie letztes Jahr in der Gegend von Montceau-les-Mines.

Bei gutem Wetter bin ich jeden Tag eine bis zwei Stunden am Ausbessern der Winterschäden mit Pinsel und Farbe. Manchmal schauen mir die Schwäne zu. Ganz nett, wenn sie sich auf’s Zuschauen beschränken würden. SchwäneUngemütlich wird’s wenn sie fauchen und, weil die Tonatiuh ein niedriges Freibord hat, mit ihren Hälsen und Schnäbel meine Beine erreichen können. Ob sie wirklich schnappen? Ich hab’s nicht drauf ankommen lassen. Füttern hilft, aber das hält mich vom Malen ab und das alte Brot geht mir aus. So bin ich darauf gekommen, sie mit der Sprühflasche fürs Fensterputzen anzuspritzen. Das haben sie begriffen und sie halten sich nun fern.

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