Côte du Rhône

Der Côte du Rhône hat in der Schweiz einen bescheidenen Ruf. Während der Bordeaux oder der Burgunder von Weinkennern und Möchtegern-Weinkennern mit vollmundigen Vokabeln umschrieben wird (fruchtige Nase mit Heidelbeer-Note, würziger Gaumen mit Abklängen von Zimt und Nelken , langer Abgang mit edlen Tanninen) erreicht der Côte du Rhône bestenfalls die Erwähnung als „passabler Tischwein“. Er wird kaum als Gastgeschenk zu einem Nachtessen bei Freunden mitgebraucht. Das ging mir bis jetzt auch so. In den letzten Tagen ist meine Achtung vor dem Côte du Rhône aber gewachsen. Zwischen Valance und Lyon bin ich rhôneaufwärts durch die Weinberge des Côte du Rhône gefahren und habe gestaunt: Die Weinberge an beiden Ufern sind klein und steil, das macht die Landschaft vielgestaltig und interessant. Wegen meiner Motorpanne im Mai habe ich das beim Abwärtsfahren kaum beachtet. Zur Zeit ist gerade der Läset im Gang. Von Hand, weil wegen der Steilheit Maschinen nicht eingesetzt werden können. Zu Dutzenden sind die Leute an der Weinlese. Einheimische oder Portugiesen oder Rumänen? Auf die Distanz war das nicht zu erkennen. Jedenfalls hat dies mich motiviert, bewusst einige Flaschen Côte du Rhône zu kaufen und zu probieren. Z.B. einen ‘Domain des Sept Chemins, 2012, Appelation Crozes Hermitage’, den ‘Terre de Violette, 2013, Appelation Saint Joseph’ und den ‘Château Grand Dignitaire, 2011, Appelation Cote du Rhône Village’. Gemundet haben sie mir alle.

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